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"Der Sport hilft mir bei der Stärkung meiner Softskills"

In welchem Alter haben Sie auf dem Volleyballfeld ihre ersten Erfahrungen gemacht und wie sind Sie überhaupt zu diesem Sport gekommen?

Stefan Hähnlein: Ich habe mit 14 Jahren mit der paralympischen Sportart Sitzvolleyball begonnen. Zu dem Sport bin ich durch ein Umkehrplastikseminar in Oberwesel gekommen. Dieses Treffen findet jährlich statt. Als ich 2003 daran teilgenommen habe, wurde die Sportart vorgestellt. Zum Glück gab es auch ein Team in meiner Heimatstadt Berlin. So fing es an. Nun bin ich seit 2009 Teil der Nationalmannschaft und betreibe den Sport als Leistungssportler.


Worin unterscheidet sich Sitzvolleyball vom gewöhnlichen Volleyball?

Stefan Hähnlein: Die Hauptunterschiede neben dem sitzen, ist die Größe der Spielfläche. Das Feld ist mit 6 x 5 Meter kleiner als übliche Volleyballfelder. Außerdem ist das Netz niedriger und Aufschläge dürfen geblockt werden, was im normalen Volleyball nicht der Fall ist. Die Fortbewegung erfolgt rutschend auf dem Boden. Hier ist die Herausforderung, dass man die Hände zum Abstoßen nutzt aber auch unmittelbar nach der Fortbewegung sie zum pritschen, baggern oder angreifen benötigt. Durch die geringe Netzhöhe ist das Spiel deutlich schneller als bei dem gewöhnlichen Volleyball. Eine Sonderregel gibt es bei Sitzvolleyball noch. Man muss während des Ballkontakt mit dem Gesäß oder Rumpf Bodenkontakt haben, da sonst „lift“ als Fehler gepfiffen werden kann.


Wie funktioniert Sitzvolleyball


Wie oft trainieren Sie in der Woche?

Stefan Hähnlein: Zurzeit trainiere ich bis zu sechsmal in der Woche. In unmittelbarer Vorbereitung auf einen Saisonhöhepunkt wie die Paralympics, trainiere ich sogar täglich. Außerdem haben wir regelmäßige Trainingslager, wo wir bis zu acht Stunden am Tag trainieren.


Was bedeutet Ihnen der Sitzvolleyball, und inwieweit haben Ihre sportlichen Erfahrungen und Erfolge auch im Alltag und Berufsleben weitergebracht?

Stefan Hähnlein: Der Sport nimmt einen großen Teil meines Lebens ein. Er hat mir ermöglicht, dass ich mit einem Team in viele verschiedene Länder reisen kann, für Trainingslager, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder für die Paralympics. Dadurch komme ich in Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen unterschiedlicher Kulturen. Außerdem trägt der Sport zur Stärkung meiner Softskills, wie zum Beispiel meiner Teamfähigkeit bei. Das ist in meinem Job sehr wichtig. Ich finde es toll, zusammen mit einem Team, Ziele gemeinsam zu erreichen und Erfolge gemeinsam zu zelebrieren. Diese Einstellung, dass man bestimmte Ziele erreichen möchte, hat mich auch auf meinen beruflichen Werdegang geprägt.


Warum haben Sie sich bei der Adecco PD beworben und wie verlief ihr Start dort?

Stefan Hähnlein: Nach meinem Studium wollte ich gerne im Personalsektor Fuß fassen. In einem Gespräch mit dem Laufbahnberater vom Olympiastützpunkt Köln, bin ich dann auf das Athletenprogramm der Adecco Group aufmerksam geworden. Außerdem wollte ich gerne bei einem großen Unternehmen arbeiten, da war ich bei der Adecco Group als größtem Personaldienstleister der Welt an der der richtigen Adresse. Ein großer Vorteil ist, dass die Adecco PD mir die Möglichkeit bietet, meine Arbeit gut mit dem Sport zu verbinden und dazu noch sehr gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Das war für mich ein wichtiger Aspekt bei der Arbeitgeberwahl. Da ich im Sport Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen habe, wollte ich auch gerne einen Job, bei dem ich Kontakt mit anderen habe.

Mein Start in der Kölner Niederlassung verlief sehr gut. Ich wurde von allen Teammitgliedern und Kollegen sehr freundlich empfangen und aufgenommen. Derzeit befinde ich mich noch in der Einarbeitung, bei der mich die Kollegen sehr gut unterstützen. Einige Web-Schulungen habe ich auch schon absolviert, um einen Einblick in die Systeme zu bekommen.


Was sind die beruflichen Herausforderungen, die Sie zu meistern haben?

Stefan Hähnlein: Erstmal möchte ich die Einarbeitung meistern. Dadurch möchte ich einen Überblick über die unterschiedlichen Abläufe des Unternehmens erhalten. Meine beruflichen Herausforderungen als Service Consultant bestehen außerdem darin, dass ich Bewerber rekrutiere und für diese Bewerber die möglichst passende Stelle bei Kunden finden möchte. Außerdem will ich auch für Kunden die passenden Bewerber finden.


In ihrem Leben passiert ja derzeit eine ganze Menge. Mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen spielen Sie in einer der erfolgreichsten Vereinsmannschaften und waren Teil des paralympischen Sitzvolleyballteams in London und Rio. Welchen Herausforderungen wollen Sie sich in den kommenden Jahren noch stellen – beruflich und sportlich?

Stefan Hähnlein: Das sportliche Ziel ist für mich ganz klar definiert: Qualifikation für die Paralympics 2020 in Tokio und eine bestmögliche Platzierung.
Beruflich möchte ich mich in den nächsten Jahren intern bei Adecco weiterentwickeln.