Der Lebenslauf

Bewerbungstipps - Der Lebenslauf 

Der Lebenslauf ist zentraler Bestandteil Ihrer Bewerbung. Er gibt einen Überblick über Ihre Ausbildung, Ihre beruflichen Stationen und Ihre Fachkenntnisse.

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, den eigenen Werdegang in Worte zu fassen und entsprechend zu gestalten. Die wichtigste Regel: Machen Sie es dem Leser so einfach wie möglich, die wesentlichen Punkte zu erkennen. Die beste Übersicht verschafft der tabellarische Lebenslauf, er hat sich daher in den letzten Jahren durchgesetzt. In der linken Spalte listen Sie die Zeiträume (Monat/Jahr) und rechts daneben die einzelnen Stationen Ihres Werdegangs auf.

Folgende Punkte sollte Ihr Lebenslauf enthalten:  

  • Persönliche Daten (Name, Kontaktdaten inkl. E-Mail-Adresse und Telefon-Nummer)
  • Berufliche Stationen (Arbeitgeber/Unternehmensform, Ort, Tätigkeitsbezeichnung, Tätigkeitsinhalte/Verantwortungsbereich)
  • Schul- und Ausbildungsstationen (Ausbildungsstätte, Ort, Art der Ausbildung und des Abschlusses)
  • Zivil-/Wehrdienst und freiwillige soziale Dienste (Einrichtung, Ort, optional: Aufgabenschwerpunkte)
  • Relevante Kenntnisse und Fähigkeiten (z. B. Fremdsprachen, EDV-Programme, Führerschein)
  • Tätigkeitsbezogene Fort- und Weiterbildungen, die mit Zertifikaten oder Teilnahmebestätigungen im Anhang belegt werden sollten
  • Optional: Ehrenämter/privates Engagement, Vereinsmitgliedschaften, Interessen und Hobbys
  • Am Ende des Lebenslaufs unten links: Ort, Datum und – bei Onlinebewerbung optional: Unterschrift

Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)

Gemäß dem AGG müssen Sie nicht mehr zwangsläufig Angaben zu Ihrem Geburtsdatum und -ort, Ihrer Staatsangehörigkeit, Ihrem Familienstand und Ihrer Religion machen. Darüber hinaus ist die Nennung der Eltern und Geschwister sowie ihrer Berufe oder der Name Ihrer Grundschule nicht mehr zeitgemäß.

Einheitliches Layout, Aktuelles an den Anfang – und kein Mut zur Lücke!

Achten Sie auf ein einheitliches Layout von Anschreiben und Lebenslauf (gleiche Schriftart und -größe, Kopf- und Fußzeilen etc.). Es empfiehlt sich, mit der derzeitigen Position zu beginnen und die einzelnen Stationen chronologisch von der Gegenwart in die Vergangenheit aufzuführen. Damit lenken Sie den Blick des Lesers auf die aktuellsten und damit wichtigsten Informationen, anstatt diese auf der zweiten oder gar dritten Seite des Lebenslaufs "zu verstecken".

Wenn Sie im Lebenslauf besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wie Fremdsprachen- oder EDV-Kenntnisse angeben, benennen Sie auch den jeweiligen Kenntnisgrad (zum Beispiel "Englisch: fließend in Wort und Schrift").

Ihr Lebenslauf sollte keine größeren Lücken enthalten. Eine ein- bis maximal dreimonatige Lücke zwischen Ausbildungsende und Berufseinstieg oder auch mal zwischen zwei Berufsstationen lässt sich nachvollziehbar mit der notwendigen Jobsuche und Bewerbungsphase erklären. In diesen Fällen bedarf es daher auch keiner separaten Erläuterung. Längere Auszeiten sollten Sie allerdings begründen können. Anstatt dem Leser negative Interpretationsspielräume zu geben, erläutern Sie mögliche Lücken besser direkt. 

Was Sie sonst noch beachten sollten

Nutzen Sie den Lebenslauf, um Ihre konkreten Erfahrungen möglichst anschaulich aufzuführen. Nehmen Sie dabei unbedingt Bezug auf die zu besetzende Stelle! Je höher die Übereinstimmung zwischen dem Anforderungsprofil und Ihren Praxiskenntnissen, desto besser. Beschränken Sie sich aber auf circa drei bis fünf zentrale Aspekte pro beruflicher Station.

Bei lang zurückliegenden Positionen, die keinen oder nur geringen Bezug zu Ihrer aktuellen Position beziehungsweise zur Zielposition haben, genügt oft die Nennung des Unternehmens und des Firmensitzes sowie Ihrer damaligen Stellenbezeichnung.

Idealerweise sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei Seiten sein. Bei Bewerbern mit langjähriger Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen und Positionen darf der Lebenslauf unter Umständen auch bis zu drei Seiten umfassen.

Bei Positionen mit Führungs- und/oder Projekt- und/oder Vertriebserfahrung kann es auch sinnvoll sein, den Lebenslauf kurz zu formulieren und mit einer separaten Übersicht zu bisherigen Projekten und Erfolgen zu ergänzen. Hier können Sie anhand ausgewählter Projekte Ihren jeweiligen Beitrag klar benennen, zum Beispiel Budget- oder Personalverantwortung, Umsatzsteigerung, Vertriebserfolge, Auslandserfahrungen etc.