So bleiben Mitarbeiter beim Thema Weiterbildung am Ball

  • Philipp Schmitz-Waters
  • 03.04.2017
  • 09:30
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  • Adecco Group
  • Zwei von drei Arbeitnehmern wollen ihre Fachkompetenz erweitern, doch zu viele scheitern an der Umsetzung
  • Experten des Personaldienstleisters Adecco zeigen auf, wie sich Weiterbildungsziele verwirklichen lassen

Düsseldorf, 03. April 2017: Die deutschen Arbeitnehmer sind mit hoch gesteckten Zielen an ihre Weiterbildung ins Jahr gestartet: Zwei von drei Mitarbeitern wollen laut einer repräsentativen Studie des weltweit führenden Personaldienstleisters Adecco ihre Fachkompetenz ausbauen. In Berlin (78 Prozent), Schleswig-Holstein (74 Prozent) und Hessen (73 Prozent) sind laut Studie die ambitioniertesten Mitarbeiter. Das Schlusslicht bildet Bremen mit 29 Prozent.

Doch in der Praxis gibt es viele Fallstricke, an denen die Umsetzung zur Weiterbildung scheitern kann: Zeitmangel, fehlende Unterstützung vom Vorgesetzten oder unrealistische Weiterbildungsziele. Adecco-Experten zeigen auf, wie Arbeitnehmer ihre Weiterbildung richtig angehen und das gesamte Jahr über die Motivation hochhalten.

Weiterbildung ist gerade im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz von Computern und Robotern wichtig. „Eine gute Qualifikation ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt schon jetzt entscheidend“, sagt Carsten Arns, Personalvorstand der Adecco Gruppe in Deutschland und Österreich. „In Zeiten der Digitalisierung werden Fachkenntnisse, aber auch Softskills künftig noch wichtiger werden“. Jeder Mitarbeiter sollte deshalb in die eigenen Kompetenzen investieren. Hinzu komme: „Wer mit zeitaufwendigen Fortbildungen zeigt, dass er wissbegierig ist und am Ball bleiben kann, wird erfahrungsgemäß bei Beförderungen eher berücksichtigt“, sagt Arns.

Andreas Harrock, Leiter der Akademie der DIS AG, die unter dem Dach der Adecco Gruppe Fach- und Führungskräfte vermittelt, hat jahrzehntelange Erfahrung mit dem Thema Weiterbildung. Etwa 2.800 Mitarbeiter des Konzerns besuchen jedes Jahr seine Akademie. „Führungskräfte haben die Aufgabe, die Weiterbildung voranzutreiben“, sagt er und rät Arbeitnehmern, den Weiterbildungswunsch im Mitarbeiterjahresgespräch anzusprechen, falls der Vorgesetzte nicht von sich aus danach fragt. Gemeinsam mit dem Vorgesetzten solle dann diskutiert werden, welche Fortbildung infrage komme. Führungskräfte sollten sich genau über die Möglichkeiten im Unternehmen informieren und die geltenden Richtlinien kennen, damit sie ihren Mitarbeitern einen guten Weg der Weiterbildung aufzeigen können.

Eines müsse bei der Weiterbildung allerdings klar sein: „Das ist kein Wunschkonzert, sondern sie sollte mit den anderen Instrumenten der Personalführung verzahnt sein“, sagt Harrock. Dabei zählten nicht nur die persönlichen Vorlieben und Vorstellungen des Mitarbeiters, sondern auch die Interessen des Unternehmens. „Wir bei der DIS AG achten darauf, dass eine Fortbildung dem Unternehmen und der Mitarbeiterbindung dient.“

Wie bleiben Mitarbeiter nun am Ball? „Die größte Herausforderung ist, die Ziele, die mit der Weiterbildung verbunden sind, erst einmal zu hinterfragen“, sagt Harrock. Wozu mache ich die Weiterbildung? Welchen konkreten Mehrwert haben ich und das Unternehmen davon? Welche Wege und Lernmethoden gibt es und welche kommt mir am nächsten? Denn es müsse nicht immer gleich ein Präsenztraining sein. Wer eine Weiterbildung anstrebe, müsse sich selbst prüfen und die aufgeführten Fragen klären, sagt Harrock: „Arbeitnehmer sollten sich ein realistisches Ziel vornehmen, Meilensteine definieren und sich auf diese konzentrieren, denn weniger ist mehr.“ Dann gelinge auch die Umsetzung.

Vielen Unternehmen ist das Thema Weiterbildung jedenfalls wichtig. So erklärt Adecco-Personalvorstand Arns: „Lebenslanges Lernen ist bei uns nicht bloß ein Schlagwort, sondern gelebte Praxis.“ Sind sich Unternehmen und Mitarbeiter einig, wie genau die Weiterbildung aussehen soll, können beide Seiten nur profitieren. Nach der erfolgreichen Fortbildung sind Mitarbeiter und Vorgesetzte zufrieden, wie Akademie-Leiter Harrock erklärt: „Wenn wir ein Ziel erreichen, dann schütten wir Glückshormone aus.“

Hier sind die sechs Adecco-Faustregeln für erfolgreiche Weiterbildung

1. Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen: Dazu bietet sich unter anderem das Mitarbeiterjahresgespräch im Frühjahr an. Aber auch unterjährig können Mitarbeiter und Vorgesetzter das Thema Weiterbildung aktiv ansprechen, denn der Bedarf kann sich auch situativ ergeben und ist nicht immer langfristig planbar.

2. Die Weiterbildung strukturiert angehen: Wer nur sagt, „Ich möchte mich weiterbilden“, wird nicht weit kommen. Erfolgversprechend ist dagegen eine klare Beantwortung der Detailfragen: „Ich möchte eine Weiterbildung zum IHK-geprüften Bilanzbuchhalter machen und jeden Dienstag und Donnerstag einen Abendkurs zu besuchen, wird dafür nicht reichen.“

3. Bloß keine falsche Zurückhaltung: Es ist Aufgabe des Vorgesetzten, seine Mitarbeiter weiterzuentwickeln. Für Fortbildungen ist kein Mitarbeiter zu alt oder zu unwichtig. Deshalb muss sich der Chef mit Weiterbildungswünschen seiner Mitarbeiter befassen und sollte sich selbst auch im Weiterbildungsmarkt auskennen bzw. Beratung bei den kompetenten Ansprechpartnern im Unternehmen holen.

4. Weiterbildung ist kein Wunschkonzert: Einen Portugiesischkurs auf Firmenkosten gibt es in aller Regel nur dann, wenn das Unternehmen auch etwas davon hat – wenn etwa der Mitarbeiter Kunden in Portugal betreut oder eine Entsendung nach Brasilien ansteht. Wichtig ist es, eine Lösung zu finden, die dem Unternehmen etwas bringt und bei der der Mitarbeiter auch motiviert ist zu investieren. Hier geht es nicht unbedingt um Geld, sondern auch um Zeit und besondere Anstrengungen.

5. Weniger ist mehr: Lieber eine kleinere Fortbildungsmaßnahme über einen überschaubaren Zeitraum, die auch gelingt, als ein Abendstudium, das nach ein paar Monaten frustriert abgebrochen wird. Denn wer an drei Abenden die Woche noch lernen und jeden Samstag zum Präsenzkurs muss, kommt schnell an persönliche Grenzen, die er sich bewusst machen sollte.

6. Ein großes Ziel in kleinere Ziele zerlegen und sich über entsprechende Möglichkeiten erkundigen: Es gibt viele Aufbaukurse, die zum großen Ziel führen, es muss nicht immer gleich eine mehrjährige Fortbildung sein, deren Ende noch lange nicht in Sicht ist. Kleinere Erfolgserlebnisse motivieren stets aufs Neue.

Über die Adecco Group

The Adecco Group mit Sitz in Zürich in der Schweiz ist der weltweit führende Personaldienstleister. Sie ist in 60 Ländern präsent. Mit mehr als 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet The Adecco Group ein breites Spektrum an Personaldienstleistungen. Jedes Jahr zeigt The Adecco Group mehr als einer Million Menschen weltweit Karrierechancen auf, berät sie und gibt Einblicke in die Arbeitswelt. Das Unternehmen ist sowohl in den Geschäftsfeldern Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Karriereplanung und Talentförderung als auch im Outsourcing und in der Beratung tätig.

The Adecco Group ist ein Fortune 500 Unternehmen. The Adecco Group AG ist in der Schweiz eingetragen (ISIN: CH0012138605) und an der SIX Swiss Exchange (ADEN) notiert. In Deutschland wird die Unternehmensgruppe durch die Adecco Germany Holding SA & Co. KG vertreten, die als Muttergesellschaft für die Marken Adecco Personaldienstleistungen GmbH, DIS AG, euro engineering AG und TUJA Zeitarbeit GmbH agiert.

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