Adecco Stellenindex 05/2016: Nachfrage nach Freelancern in klassischen Jobkanälen rückläufig

  • 03.05.2016
  • 10:30
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Von Mai 2015 bis April 2016 wurde in über 33.000 Stellenausschreibungen eine freiberufliche Tätigkeit angeboten. Dies ergab die aktuelle Adecco Stellenindex-Analyse von 198 deutschen Printmedien und Online-Jobbörsen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der Angebote für freie Mitarbeiter etwas gesunken (-5 Prozent). Die Zahl der suchenden Unternehmen ist in den vergangenen 12 Monaten mit einem Minus von 15 Prozent sogar noch stärker zurückgegangen und lag bei 4.415 Firmen. Im April 2016 wurden knapp 3.400 Jobangebote für Freiberufler veröffentlicht. Die Unternehmen, die Freelancer-Tätigkeiten anbieten, scheinen also zunehmend weniger die klassischen Jobkanäle zu nutzen und weichen auf spezialisierte Jobbörsen aus.

Tätigkeit in Bereichen IT sowie Marketing, PR, Multimedia häufiger freiberuflich

Knapp ein Viertel, und damit die meisten Freelancer, wurden im IT-Bereich gesucht. Die Zahl der Job-Angebote für Informatiker ist sogar um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Auf dem zweiten Platz folgen technische Berufe mit 15 Prozent. Auch hier hat die Nachfrage, verglichen mit der Vorjahresperiode, leicht zugenommen (+4 Prozent). Das Angebot im Bereich Organisation und Projektmanagement blieb konstant bei 12 Prozent. Jeweils ein Zehntel der gesuchten Freiberufler wurden für Tätigkeiten im Rechts-, Steuer- und Finanzwesen sowie im Vertrieb und Verkauf gesucht.

Bei Young Professionals mit Karrierechancen und guter Vergütung punkten

Gemessen am Gesamtangebot pro Berufsgruppe ist der Freelancer-Anteil im IT-Bereich am höchsten und liegt mit 2,3 Prozent doppelt so hoch wie im Durchschnitt über alle Berufsfelder. Mit 3.500 Stellenausschreibungen wurden besonders häufig Softwareentwickler gesucht, gefolgt von SAP-Spezialisten mit 1.000 Angeboten. Die Berufsgruppe Marketing, PR, Werbung und Design bietet ebenfalls einen überdurchschnittlichen Anteil an Freelancer-Jobs (2,2 Prozent). Vor allem freiberufliche Designer und Grafiker, aber auch Interviewer für Markt- und Sozialforschungsprojekte, Redakteure sowie Texter wurden gesucht.

Personaldienstleister sind die wichtigste Anlaufstelle

Regionale Unterschiede finden sich in erster Linie in den Angaben zur Work-Life-Balance. Erwartungsgemäß wird dieser in den Großstädten für Jobsuchende, die freiberuflich tätig sein wollen, lohnt sich der Blick auf das Stellenangebot von Personaldienstleistern. Die Mehrheit aller Freelancer-Stellen wurde von Personalvermittlungs- und Zeitarbeitsfirmen (18.900) angeboten. Gut 3.500 Jobs wurden direkt von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern ausgeschrieben, von der Informations- und Kommunikationsbranche stammen fast 3.400 Angebote. Handel, Banken und Versicherungen haben in den letzten 12 Monaten 1.900, das Gastgewerbe gut 1.600 Freiberufler gesucht.

Drei von Fünf Freelancer-Stellen erfordern Berufserfahrung

Nur ein Drittel der Jobangebote für freie Mitarbeiter richtet sich explizit an Akademiker. Vermutlich sind für Jobanbieter in diesem Segment in vielen Bereichen eher Fachwissen und spezielle Fertigkeiten von Bedeutung, als Abschlusszeugnisse, wie zum Beispiel bei IT-Freelancern Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen. Die gefragtesten darunter sind nach wie vor Java sowie C++, C# und PHP. Eine berufliche Ausbildung verbunden mit einschlägiger Berufserfahrung ist vielen Arbeitgebern wichtig. In drei von fünf ausgeschriebenen freiberuflichen Positionen ist Berufserfahrung eine Voraussetzung.

Berlin ganz vorn im Städteranking

Die Top-Städte für Freelancer sind die IT- und Medienstandorte, allen voran die Start-up-Metropole Berlin mit 8 Prozent sowie München und Hamburg mit jeweils 7 Prozent der Angebote. Mehr als ein Drittel aller Stellen für Freiberufler ist in einer der zehn einwohnerstärksten Städte Deutschlands zu besetzen. In Hamburg und Berlin (je 1,4) ist auch der Anteil an Freelancer-Jobs am gesamten regionalen Stellenangebot pro Stadt am höchsten.

Sämtliche Bezeichnungen richten sich an beide Geschlechter. Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wurde ausschließlich die maskuline Form von Bezeichnungen gewählt. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung des anderen Geschlechts.

Über den Adecco Stellenindex

Der Adecco Stellenindex wertet monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

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