Adecco Stellenindex 07/2015: Positiver Trend bei Stellenangeboten in der Industrie

  • 01.07.2015
  • 10:30
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In den vergangenen 12 Monaten veröffentlichte die Industriebranche mehr als 391.500 Stellenanzeigen. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent, wie die Analysen des aktuellen Adecco Stellenindex zeigen. Auch die Zahl der ausschreibenden Unternehmen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent gestiegen. Waren es von Juli 2013 bis Juni 2014 noch 21.500 Inserenten, sind es in den darauf folgenden 12 Monaten bereits knapp 22.900 Unternehmen, die auf Mitarbeitersuche waren. Im Juni veröffentlichten etwas mehr als 5.800 Industrieunternehmen rund 32.300 Stelleninserate. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.


Hot Spots in Süddeutschland und im Ruhrgebiet

Das größte Jobangebot im verarbeitenden Gewerbe fanden Arbeitssuchende in den letzten 12 Monaten in Süddeutschland und im Ruhrgebiet. An der Spitze des bundesweiten Rankings steht Baden-Württemberg, wo 29 Prozent aller Industrie-Jobs angeboten wurden. Auf Platz zwei steht Bayern mit 25 Prozent, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 14 Prozent.

Betrachtet man die einzelnen Bundesländer unter Berücksichtigung der ungleichen regionalen Stellenmärkte, so hat das Saarland mit 29 Prozent den höchsten Anteil an Angeboten für Industrieberufe. Auf den weiteren Plätzen folgen Thüringen mit 26 Prozent sowie Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg mit jeweils 25 Prozent.


Fachkräfte für Maschinenbau sind bundesweit gefragt

Eine detailliertere Analyse nach Teilbranchen der Industrie zeigt, dass je nach Standort Kompetenzen für verschiedene Fachgebiete besonders gefragt sind. Wenig überraschend ist, dass in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg der Schwerpunkt der Stellenausschreibungen im Segment Maschinenbau und Automobilherstellung liegt – immerhin haben hier Branchengrößen wie BMW und Volkswagen ihre Produktionsstätten. Generell haben Fachkräfte im Maschinenbau jedoch bundesweit gute Chancen, einen passenden Arbeitsplatz zu finden, da die Nachfrage in jedem deutschen Bundesland im Vergleich zu anderen Teilbranchen recht hoch ist. So stehen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen Fachkräfte für Maschinenbau mit großem Abstand unangefochten auf Platz 1 der gesuchten Mitarbeiter.

In Hessen verzeichnet allerdings eine andere Teilbranche den größten Personalbedarf. Hier werden besonders viele Beschäftigte für die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen gesucht. Mit dem Industriepark Höchst befindet sich hier einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie mit ansässigen Konzernen wie Merck KGaA, Heraeus und Evonik.

In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind hingegen besonders Mitarbeiter zur Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen gefragt. Auch in Sachsen und Thüringen sowie in Hessen ist die Nachfrage nach diesen Mitarbeitern vergleichsweise hoch.


Technik-Experten und Vertriebsprofis am stärksten gesucht

Die Analyse der Nachfrage nach bestimmten Berufsgruppen zeigt eine deutliche Spaltung des Bedarfs in zwei Lager. Die insgesamt am stärksten nachgefragte Berufsgruppe ist die der Technischen Berufe mit einem Anteil von 22 Prozent an allen für die Industrie ausgeschriebenen Positionen. In der Hälfte aller deutschen Bundesländer, nämlich Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen, waren Technik-Experten am häufigsten gesucht. Die übrigen Bundesländer (Bremen, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) hatten hingegen verstärkt Personalbedarf nach Profis für Vertrieb und Verkauf. Insgesamt richteten sich rund 11 Prozent aller Ausschreibungen des verarbeitenden Gewerbes an Verkaufsexperten.


Größter Bedarf bei Fachkräften

Bundesweit sind die Industrieunternehmen hauptsächlich auf der Suche nach Fachkräften mit Berufsausbildung oder mit akademischer Bildung. Knapp ein Drittel der Stellenausschreibungen richteten sich an Fachkräfte mit Hochschulabschluss, 27 Prozent an Fachkräfte mit Berufsausbildung. Bei der Analyse des Personalbedarfs anderer Hierarchiestufen zeigen sich hingegen erhebliche regionale Unterschiede. So hatten beispielsweise Führungskräfte auf Jobsuche in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 10 Prozent aller Industriejobs für das jeweilige Bundesland) sowie im Saarland (9 Prozent) besonders gute Chancen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Für Projektleiter sind die Bundesländer Berlin, Hamburg und das Saarland (jeweils 17 Prozent) gute Pflaster.

Auch bei der Nachwuchsgewinnung zeigt sich ein recht heterogenes Bild. Während Young Professionals in Hessen (4 Prozent), Hamburg und Nordrhein-Westfalen (jeweils 3 Prozent) die besten Jobchancen hatten, gab es in Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt die meisten Ausbildungsangebote (10 bzw. jeweils 9 Prozent). Wer auf der Suche nach einem Praktikumsplatz in der Industrie war, hatte in Baden-Württemberg, Hamburg und Sachsen (17 bzw. jeweils 15 Prozent) die besten Chancen.

Über den Adecco Stellenindex

Der Adecco Stellenindex wertet monatlich die Stellenangebote aus 155 Printmedien und 29 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

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Philipp Schmitz-Waters, PR-Manager

Adecco Germany Holding SA & Co. KG
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