Adecco Stellenindex 01/2016: Positive Entwicklung sowohl im Online- als auch im Print-Stellenmarkt

  • 03.01.2016
  • 10:30
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Im Jahr 2015 wurden fast 2,7 Mio. Stellenanzeigen ausgeschrieben, davon gut 2.264.700 Angebote in Onlinejobbörsen und 425.400 Offerten in Zeitungen und Zeitschriften, wie die Analysen des aktuellen Adecco Stellenindex zeigen. Somit lag das Verhältnis von Print- und Online-Anzeigen bei 1 zu 5. Jedoch schenken mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die in 2015 Stellen inseriert haben, den Printmedien ihr Vertrauen. Von insgesamt 187.300 Inserenten haben 96.000 mindestens eine Stellenanzeige in deutschen Zeitungen oder Zeitschriften aufgegeben. Dienste von Onlineportalen wurden von 120.700 Firmen (64 Prozent) in Anspruch genommen.

Die Zahl der Stellenanzeigen im Jahr 2015 ist insgesamt um 4 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist zwar hauptsächlich auf Onlineausschreibungen zurückzuführen (+4 Prozent), die Anzahl der Zeitungsinserate ist allerdings ebenfalls um 2 Prozent gewachsen.

Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen setzen auf Printmedien

Unternehmen aus der Branche Gesundheit, Soziales, Bildung haben die meisten der Print-Stelleninserate ausgeschrieben (22 Prozent). Mit großem Abstand folgen Handel, Banken und Versicherungen mit einem Anteil von 13 Prozent an allen Printanzeigen in 2015. Mit 12 Prozent belegt die Industrie den dritten Platz.

Die meisten Stellenausschreibungen in Onlinejobbörsen wurden von Personaldienstleistern veröffentlicht (26 Prozent). Industrieunternehmen haben 15 Prozent der Onlineinserate gepostet, etwa 12 Prozent kamen von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern.

Onlineanzeigen dominieren zwar den deutschen Stellenmarkt, jedoch nicht in allen Branchen. Für Jobsuchende in der öffentlichen Verwaltung sind Zeitungen und Zeitschriften eine lohnende Quelle. Dort wurde die Mehrheit der freien Stellen dieser Branche in 2015 ausgeschrieben (54 Prozent). Auch in der Land- und Forstwirtschaft vertrauen die Firmen häufiger auf Printanzeigen (53 Prozent). Natürlich gibt es auch Unternehmen, die bei der Suche nach neuen Mitarbeitern fast ausschließlich das Internet nutzen. So posteten Personaldienstleister im Jahr 2015 rund 97 Prozent ihrer Stellenanzeigen in einer der zahlreichen Online-Jobbörsen. Informations- und Kommunikationsunternehmen vertrauten zu 94 Prozent den Onlinemedien. Jobsuchende, die im Gastgewerbe arbeiten möchten, sollten sich ebenfalls im Internet erkundigen. Dort waren 2015 circa 91 Prozent der offenen Stellen zu finden.

Print mit vielen Angeboten für Handwerker, Onlinejobbörsen für Ingenieure

Im Print wurden Fachkräfte für Bauwesen und Handwerk am häufigsten gesucht (82.200 Stellen). Spezialisten im Gesundheits- und Sozialbereich hatten ebenfalls eine umfangreiche Auswahl von 79.400 Printstellenanzeigen. An dritter Stelle liegen technische Berufe mit rund 64.600 Zeitungsinseraten.

In Onlinemedien hingegen belegen technische Berufe den ersten Platz (372.300 Anzeigen). IT-Fachkräfte wurden in fast 310.900 Onlineanzeigen gesucht, knapp 310.500 Stellen waren in Jobbörsen für Vertriebs- und Verkaufsmitarbeiter veröffentlicht.

Die Anzahl der Stellenangebote für Sekretariat, Office Management und Verwaltung ist im Vergleich zum Vorjahr sowohl im Print- (+39 Prozent) als auch Online-Bereich (+42 Prozent) am stärksten gestiegen. In Onlinebörsen hat außerdem die Menge an Offerten für Handwerker besonders zugenommen (+29 Prozent). In Zeitungen und Zeitschriften gab es 20 Prozent mehr Stelleninserate für Fachkräfte für Gesundheit und Soziales als noch im Jahr 2014.

Jede vierte Stellenanzeige in Niedersachsen ist in der Zeitung zu finden

Die quantitative Dominanz der Online-Stellenanzeigen ist regional betrachtet sehr unterschiedlich. In den beiden größten Städten Deutschlands stehen Onlinemedien deutlich im Vordergrund. So wurden in Berlin 93 Prozent der Stellen im Internet veröffentlicht und 7 Prozent in Printmedien. In Hamburg waren sogar 95 Prozent der Stellenangebote in Onlinebörsen zu finden. Mehr als ein Viertel aller Stellen in Niedersachsen wurde hingegen in Zeitungen ausgeschrieben. In Brandenburg und Schleswig-Holstein wurden 24 Prozent der offenen Stellen in Printmedien angeboten, in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt jeweils ein Fünftel. Somit liegen diese Länder deutlich über dem durchschnittlichen Anteil von Printanzeigen im Jahr 2015 (16 Prozent).

Über den Adecco Stellenindex

Der Adecco Stellenindex wertet monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

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Philipp Schmitz-Waters, PR-Manager

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