Adecco Stellenindex 12/2015: Nur mäßige Erfolgsaussichten für Jobsuchende im Finanzsektor

  • 03.12.2015
  • 10:30
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Die Stellenangebote in der Finanzbranche sind in den vergangenen 12 Monaten um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, wie aktuelle Analysen des Adecco Stellenindex zeigen. Waren zwischen Dezember 2013 und November 2014 noch 88.170 offene Positionen zu besetzen, sind es in den darauf folgenden 12 Monaten knapp 8.000 Stellen weniger (80.430). Die Zahl der suchenden Unternehmen lag bei 4.360 Firmen und ist ebenfalls rückläufig (-3 Prozent). Die Nachfrage nach neuem Personal entwickelt sich somit ganz anders als noch im Jahr 2014. Seit Januar 2014 erholte sich die Branche offensichtlich: das Stellenangebot wuchs anhaltend, bis es im September 2014 das Maximum erreichte (8.200 Anzeigen). Innerhalb der folgenden 3 Monate ließ die Nachfrage jedoch wieder erheblich nach und erreichte mit 6.100 Angeboten im Dezember 2014 das Rekordtief der letzten 24 Monate. Seitdem besserte sich die Lage der Stellenangebote in der Finanzbranche nur leicht und erreichte nicht mehr das Niveau von 2014. Im November 2015 wurden gut 4.500 Stellen veröffentlicht, 8 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

Bessere Jobchancen in der Versicherung

Fast die Hälfte aller Anzeigen wurde von Banken und anderen Finanzinstituten ausgeschrieben. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das Angebot jedoch um 14 Prozent zurückgegangen. Die Versicherungsunternehmen hatten dagegen eine höhere Nachfrage nach neuen Mitarbeitern (+3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und schrieben in den letzten 12 Monaten rund 24 Prozent der Stellen aus. Firmen, die mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundene Tätigkeiten ausüben, boten etwa 28 Prozent der Stellen in der Finanzbranche an. Hier war der Rückgang mit -28 Prozent allerdings am höchsten.

München auf der Überholspur

Das Städteranking führt erwartungsgemäß Frankfurt am Main an. 13 Prozent aller offenen Stellen der Branche waren in den letzten 12 Monaten in der hessischen Finanzmetropole zu besetzen. München, mit 12 Prozent der ausgeschriebenen Positionen, gewinnt jedoch zunehmend als deutscher Finanzstandort an Bedeutung. Berlin kommt mit 6 Prozent auf Rang drei. Düsseldorf und Hamburg teilen sich mit jeweils 5 Prozent den vierten Platz. Auf Bundesländerebene steht Bayern mit 17.300 offenen Stellen an der Spitze, Nordrhein-Westfalen folgt mit 15.700 Angeboten. Hessen belegt mit 15.100 Ausschreibungen nur Platz drei.

Größte Auswahl für Beratungs- und Verkaufsprofis

Am häufigsten wurden neue Mitarbeiter für Beratertätigkeiten und Kundenbetreuung gesucht. Circa 16.000 Stellen wurden für Firmen- oder Privatkundenbetreuer, Finanzierungsberater und andere ähnliche Positionen ausgeschrieben. Vertriebsmitarbeiter wurden in mehr als 10.800 Anzeigen gesucht. Für die Sachbearbeitung und Verwaltung veröffentlichte die Finanzbranche fast 6.200 Stellenangebote. Business- und Financial-Analysten hatten eine Auswahl von 2.500 ausgeschriebenen Positionen, ähnlich viel wie Spezialisten für Risikomanagement. Überraschend gering war das Angebot für Buchhalter (1.300), Juristen (1.100) und Investmentmanager (1.100). Arbeitsuchende, die über einen Quereinstieg in die Finanzbranche nachdenken, hatten die Wahl aus mindestens 520 Angeboten.

Nachwuchs in Finanzbranche willkommen

Praktikanten haben besonders gute Chancen, unter 4.600 Ausschreibungen eine passende Stelle zu finden. Der Anteil am gesamten Angebot für Studenten, wie Aushilfstätigkeiten, Abschlussarbeiten und Praktika, lag in der Finanzbranche sogar bei 8 Prozent. Rechnet man die Ausbildungsangebote (4 Prozent) und Stellen für Berufseinsteiger (6 Prozent) noch dazu, wird deutlich, wie viel Wert der Finanzsektor auf Nachwuchs legt (fast ein Fünftel des Gesamtangebots).

Über den Adecco Stellenindex

Der Adecco Stellenindex wertet monatlich die Stellenangebote aus 166 Printmedien und 32 Online-Jobbörsen in Deutschland aus.

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Pressestelle The Adecco Group

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